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  • AutorenbildJana Jansen

Mich kann man jetzt hören – Warum ich einen Podcast starte

Ab dem 15.02. habe ich mit Alex Upatov meinen ersten Podcast. Wir sind Dein neuer Powerpodcast: Wie wir leben wollen. Abonniere in Deiner Podcast-App des Vertrauens das Dreamteam für Deine Ohren und hör, was gut ist.


Mittwochs geht’s uns schlecht. Schreiben Forscher. Das kann so nicht bleiben! Damit wir uns gut fühlen, kommt jetzt immer mittwochs eine neue Folge „Wie wir leben wollen“. Pünktlich zu spät für Valentinstag starten wir keinen Pärchen-Podcast. Sondern jede Folge mit einem neuen Thema, das uns bewegt. Seien es Frauen in der Comedy, mentale Gesundheit oder kulturelle Unterschiede zwischen Rheinländern und dem Rest.



Alex Upatov ist Podcast- und auch sonst Partner und damit perfektes Gegenüber für Ideen zu dieser Welt. Zudem hat Alex die angenehmste Stimme Berlins – neben Matze Hielscher, aber der hatte schon einen Podcast. Getauft ist das Projekt auf „Wie wir leben wollen“. So heißt dieser legendäre Song von Tocotronic. Der Song ist mittelmäßig, aber die gestellte Frage ist spannend: Wie wollen wir denn leben? Alex macht seit zehn Jahren Comedy, ist Autor und hat zu seinem Glück eine Uni noch nie von innen gesehen. Warum halte ich das für gut? Weil sein Denken eigenständig und aus eigener Neugierde angetrieben wurde. Ich merke kurz vor Abschluss meines Masters, dass ich mir die ein oder andere Freiheit im Denken erst wieder erarbeiten muss – abseits von Studien und sozialer Erwünschtheit. Viel gelernt habe ich trotzdem und entwickle mit Alex komplexe Gedanken, wie eine bessere Welt aussehen kann.


Ich freue mich sehr auf das Projekt – einen eigenen Podcast. Allein, weil es ein so schönes Medium ist. Über gemeinsame Lieblingspodcasts bin ich ganz neu verbunden mit Freunden. Letztens erzählt ein Comedy-Kollege, dass er auch „Die neuen Zwanziger“ hört. Jetzt können wir gemeinsam komplett drauf abgehen. Seitdem freue ich mich noch mehr über neue Folgen und den Austausch. Und genau das wünsche ich mir bei „Wie wir leben wollen“. Klar, wir sind indie, nischig und neu. Gib uns etwas Zeit uns zu finden. Bring Dich ein mit Kritik und steig bei unserer Reise ganz früh mit ein. Neben der Idee ein eigenes Projekt zu gestalten, in dem ich mich kreativ auslasse, verstehe ich mich als Teil einer Gemeinschaft. Ich möchte mit und von anderen lernen, wie sie Gesellschaft sehen, was für sie besser werden kann.


Lange brüten Alex und ich über der Idee. Endlich geht es los: Wir gehen online und allein die Optik des Projektes zu erschaffen war ein großer Spaß. Ich hoffe sehr, dass es Dich berührt und Du Lust hast, die ein oder andere Station dieser Reise mitzunehmen. Die drei besten Gründe fürs Zuhören sind:


  1. Neue Stimmen in Deinem Kopf – an die anderen hast Du Dich sicher schon gewöhnt.

  2. Die meisten deutschen Podcasts sind Männer. Hör mal Ausländern und Frauen zu.

  3. Sei Teil von was neuem Großen mit Fragen zu morgen und Antworten für heute. Wir wollen ins große Zelt.




Weil ich selbst sehr gerne Podcasts höre empfehle ich zum Schluss eine kurze Liste. Auffällig: Es fehlen alle True Crime Podcasts. Nicht, weil ich selbst einen Mord begangen habe, und angst hätte, mir selbst gemütlich zuzuhören, wie ich auffliege. Nein; ich kann einen Monat nicht schlafen nach der Vorstellung jener Nachbar hat Leichenteile im Biomüll entsorgt. Dann doch lieber einfach Kartoffelschalen auf die abgehakten Füße in Biotonnen schütten. Davon ab folgen die schönsten Podcasts des deutschsprachigen Raums.


Meine 3 Lieblingspodcasts

  • Drinnies: Independent, originell und unterhaltsam. Giulia Becker und Chris Sommer holen mich jedes Mal ab, wenn sie aus ihrer Komfortzone senden. Sie gehen liebevoll miteinander um, berichten von Geschichten, die sie selbst unterhalten und vor jeder Folge ist mir klar, dass ich mich die nächste halbe Stunde komplett und gerne auf die Beiden einlasse. Dienstag ist Drinnie-Dienstag.


  • Die neuen Zwanziger: Politisch und kritisch beobachten Wolfgang M. Schmitt und Stefan Schulz ein ganzes Jahrzehnt – das aktuelle. Ich mag, dass ich durch den Podcast einmal im Monat auf die aktuelle Nachrichtenlage geholt werde aber auch nischigere Inhalte bekomme. Was sind Entwicklungen, von denen ich bisher noch nichts weiß, die sich aber in der Welt der Zahlen oder Gesellschaft schon abzeichnen. Ich empfehle den Salon. Hier lesen die beiden gemeinsam Texte und besprechen diese. Eine Mitgliedschaft kostet 3,50€, finanziert das Projekt und lohnt sich sehr. Es macht Spaß Wolfgang und Stefan beim Denken zuzuhören. Einmal im Monat, ich verstehe nicht wann, irgendwann am Ende. Und kurz danach kommt dann der Salon. Alle Folgen sind lang und nahrhaft.

  • Gemischtes Hack: Tatsächlich klingt der Titel und die Kombo etwas platt. Ich bin kein Fan der ersten Stunde. Und doch werde ich jede Woche neu angeregt durch die Perspektiven, die Tommi Schmitt und Felix Lobrecht mitbringen. Seit dem ich Comedy mache und Felix auch ein paar Mal bei Wertstoff aufgetreten ist, nehme ich seine Art zu denken noch ernster. Nachteil: frisches Hack kommt auch jeden Mittwoch. Aber das sehe ich den Beiden nach. Mittwoch ist nicht mehr nur Hack-Tag sondern auch Wile-Tag.



Regelmäßig höre ich rein in Endlich Normale Leute für Unterhaltung, Wohlstand für alle für Wirtschaftswissen, Blauschwarzberlin für gute Literatur und Hotel Matze für lange gute Interviews. Ich habe meinen eigenen Podcast-Konsum eingeschränkt, damit ich mehr Zeit zum Fühlen und eigenständigen Denken habe. Ich kann jedoch jeden dieser Podcasts von Herzen empfehlen.

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